Apache2: SAP webgui und mod_proxy

Das Apache2 Modul mod_proxy zur Anbindung des SAP ITS an die Aussenwelt funktioniert recht problemlos wenn es um WebDynpro’s geht.

Will man darüber hinaus auch die WebGUI Online nutzen, gibt es einen Stolperstein. Im Verbindungsaufbau zum WebGUI wird die Session ID (SSO) als POST in der URL ausgetauscht. Das sprengt die Direktive im Filter „/sap“ des Apache welcher dann das „/sap(“ nicht erkennt. Der Prozess bleibt für den User scheinbar stehen.

So funktioniert Verbindungsaufbau und Nutzung einwandfrei. Keine schöne Lösung – ich würde das nur für WebDynpro’s nutzen.

Apache2: BandWidth

Überwachungskameras in größerer Anzahl können das Netzwerk schon in die Knie zwingen.

Wenn 40 – 50 Kameras Livebilder produzieren, wird die Bandbreite des Internetanschlußes gerne mit ca. 250 MBit/s strapaziert. Es ist Unfug, wenn ein User alle Streams gleichzeitig nutzen will – kommt aber vor.

Das ist zu vermeiden. In einem Debian System kann das mod-bw bequem per Aptitude installiert werden.

In der conf des VHOSTs oder innerhalb der Location Konfiguration könnte es so aussehen:

Auch in dieser Konfiguration ist auf die Reihenfolge zu achten –> first match rules! In dem Fall begrenze ich die Bandbreite und die Anzahl der Verbindungen pro Session für das lokale Netztwerk nicht. Alle anderen Verbindungen haben nur eine Bandbreite von 1310762 Byte ( das sind 10 MBit ) auf 5 Verbindungen zur Verfügung. Im obigen iftop sieht man maximale 10 MBit/s für 5 Cams. Zum Vergleich, habe ich intern weitere 5 Cam Streams geöffnet:

30 MBit/s verbraucht die interne Verbindung. Selbe Anzahl an Streams, ist extern wirksam auf 10 MBit/s limitiert.

Weitere Verbindungsversuche enden mit dem Error 503

Apache2: Auth hinter Proxy

Leitet man einen internen Dienst, der nur über eine interne IP erreichbar ist, über einen Apache2 Proxy weiter, kommt es bei Authentifizierungen zu Problemen. Einige Browser verweigern das senden der Authentifizierungsdaten, wenn die Empfängeradresse nicht der aktuellen Adresse entspricht. Das Einrichten einer Authentifizierung am Apache, der diese dann an den Proxy Endpunkt weiter leitet, bringt Abhilfe. Benutzername und Passwort sollte gleich lauten:

  ProxyRequests On
  ProxyVia On
<Proxy *>
    Order deny,allow
    Allow from all
    AuthType Basic
    AuthName „Passwort erforderlich“
    AuthUserFile /etc/httpd/.passwdfile
    Require valid-user
</Proxy>   ProxyPassMatch ^/xxx/(.*)$ http://$1/cgi-bin/faststream.jpg?stream=full&html

Im Fall der Weiterleitung von MOBOTIX Cam Streams, funktioniert die Konfiguration. (Link)

COBOL mit Sub C als CGI

Kurze Demo wie der Browser als Terminalersatz verwendet werden kann.

Im letzten Workshop haben wir über Möglichkeiten der Programmierung für Terminal Consolen gesprochen. Im Moment haben wir keine Alternative zu den bekannten 3270 Terminal Programmen gefunden. Besonderheit ist, das Zeilen und Spalten aus dem Programm heraus direkt ansprechbar sind – die Bash ist ein rollierender Terminal, also ungeeignet.

Gespielt haben wir deshalb mit der Alternative Browser. Ein Apache2 Web-Server mit aktiviertem CGI Modul lässt unglaublich dynamische Programmierungen zu. Das Beispiel, das ich gezeigt habe, ist aus unseren Workshops zu den Themen „COBOL mit C Subroutinen“ und „Terminal“. Hier in Kurzform:

Da der COBOL Compiler über die Sprache C compiliert, können wir C Code einfach einbinden ( cobc -x list.cob list.c ). Wir haben getestet, dass mit dem CALL Variablen kopiert oder als Referenz übergeben werden können. In unserer einfachen Subroutine verändern wir die Variablen und sehen, das eben nur die referenzierte Variable geändert wird. Das Programm setzt aber die Bash voraus, die nicht jeder hat. Einen Browser hat jeder.

Anstatt printf(text) und DISPLAY Text können wir den Text mit HTML Steuerelementen schmücken. Mehr ist nicht nötig. Mehr Probleme bereitet die Tatsache, dass das Ereignis <button type=“submit“ >Send</button> in der Webpage, einen Stream zurück gibt. Diesem Stream müssen wir filtern und die eingebenen Werte durch UNSTRING aus dem Stream extrahieren.

Wir sehen das der BY REFERNCE übergebene Wert in der Subroutine verändert, zurück gegeben und als HTML Table ausgegeben wird. Beispiel ist hier Online.