NETWEAVER Entwickler Schlüssel

Entwickeln und lernen macht in der Gruppe mehr Spass. SAP stellt ein Basis-System für Entwicklungsarbeit kostenlos zur Verfügung von denen wir zwei Systeme in Betrieb halten. Zum einen ein Netwaeaver 702 auf einem Windows Terminalserver und ein Netweaver 750 System auf meinem Linux PC. Ein gravierender Unterschied fiel mir auf, den das System 702 zum idealen Entwicklungssystem für Gruppen kürt.

Neben den Änderungen der Syntax im ABAP Befehlssatz (Artikel) ist der Entwicklerschlüssel, der zur Erzeugung von Code im System berechtigt, nun digital signiert und setzt einen installierten Lizenzschlüssel voraus!

Wir wissen, bei der ersten Inbetriebnahme wird zunächst ein temporärer Lizenzschlüssel generiert, der sich bei der Berechnung der Gültigkeit zunächst an der Systemuhr zum Zeitpunkt des Starts orientiert. Im Netweaver 702 konnte es nun passieren, das man das System mit einem gültigen, sehr lange gültigen, temporären Lizenschlüssel in Betrieb nimmt und der Entwicklerschlüssel auch gültig ist.

Dieser Fehler, den man fairer Weise niemals nicht nie ausnutzen sollte, wurde in der Version 750 korrigiert – eben durch Signierung des Entwicklerschlüssels mit der signierten Programmlizenz, so das hier alle 90 Tage die Lizenz erneuert werden muss.

In beiden Versionen ist der Entwicklerschlüssel immer nur einmal gültig! Das heisst: Mag man auch so viele Benutzer und Mandanten anlegen können, wie man möchte, gibt es nur einen Entwickler. Ungünstig, wenn mit mehrer Entwicklern an einem Projekt gearbeitet werden soll.

Schalten wir doch vor Eingabe des Entwicklerschlüssels einmal den Debugger ein und verfolgen die Programmlogik. Wir sehen, dass ein Funktionsbaustein aus der Funktionsgruppe SKEY benutzt wird. Im ablaufenden Include Programm wird die Funktion

„DEVELOPER_KEY_CHECK“ nach der Güligkeit des Schlüssels befragt, die mit entsprechenden Rückgabewert SY-SUBRC den Entwickler zulässt oder eben nicht. Hier können wir eine impliziten Erweiterung vornehmen, nämlich derart, das der Rückgabewert der Funktion immer „0“ also gültig ist. Beliebig viele Benutzer können nun mit dem einen gültigen Entwicklerschlüssel Code erzeugen.

Viel Spass. Happy coding