nmcli ersetzt resolv.conf

Anfangs hat sich LINUX an den UNIX Standard, Konfigurationfiles zu nutzen, orientiert (Grundsatz: ALLES ist ein File). Heute finden wir in modernen LINUX Distribution nur noch eine obligatorische resolv.conf Datei. In der wird auf eine interne Adresse umgeleitet an der die DNS Anfrage vom systemd Prozess „NetworkManager“ beantwortet wird.

nmcli zeigt u.a. die DNS Konfiguration

Das Tool des NetworkManagers ist ganz praktisch. Hat man sich vorher mit verschiedenen conf Dateien, den Befehlen ifup und route beschäftigt, kann man jetzt alle Einstellungen mit dem nmcli Tool erledigen. Ein Aufruf ohne weitere Parameter liefert alle relevanten Daten über Schnittstelle, IP, Route und DNS. Nmcli mit den entsprechenen Optionen mod oder add verändert auch alle Parameter in der Netzwerkkonfiguration.

Mythos: Linux ist kostenlos

Mein Standpunkt zum Mythos LINUX sei kostenlos.

Wer sagt, LINUX sei kostenlos herunter zu laden und einfach zu installieren, hat noch nie einem Laien dabei zu gesehen, solch ein System zu installieren. Ohne tiefes Wissen oder externer Hilfe kommt man nicht sehr weit. Es ist schlicht weg falsch!

LINUX, als Rahmenprogramm, ist kostenlos zu beziehen. Das ist auch alles! Ich kann aus Erfahrung sagen, das es heute zwar möglich ist, das System zu installieren – es ist aber so nur als Basis für ein gutes System zu verstehen.

Erklärung: Während in der Profiwelt Windows gänzlich unbekannt ist, schmückt es auf dem heimischen PC und im Büro so gut wie jeden Bildschirm. Es ist ein auf Endverbraucher angepasstes und vorkonfektioniertes System. Daher ist es überhaupt möglich, das System pauschal zu installieren. Soll heissen: Der User hat es so und nicht anders hin zu nehmen und zu nutzen.

LINUX hingegen – wenn man es auf einem PC zweckentfremdet da es ursprünglich ein Serversystem ist – ist ein Vorschlag den man nicht annehmen muss. Es ist änderbar und muss teilweise sogar angepasst werden. Ohne Kenntnis der Sache wird das oft in die sprichwörtliche Hose gehen.

Für Privatpersonen und Kleinunternehmer lohnt sich für den trivialen Gebrauch ein LINUX System weder als Server noch als Workstation. Es ist, wenn es denn professionel und sicher laufen soll, um ein vielfaches teurer als jedes Windows.

Ich sage bewusst „trivialer Gebrauch“. Denn ein LINUX System ist um ein vielfaches schneller, sicherer und flexibler als JEDES Windowssystem.

Im Rahmen des Computer Clubs werden regelmäßig Workshops  abgehalten wie eine gute Minimalinstallation aussieht.

SAP Netweaver 6.4 ausprobiert

SAP Netweaver 6.4 Linux DB2 ausprobiert.

Auf der Suche nach einem Basissystem für Linux, habe ich auf ftp.sap.com eine ältere Version gefunden. Zum üben, dachte ich, wohl ausreichend – leider, obwohl verfügbar, ist die Version unbrauchbar.

Schnell ein älteres Linux ( OpenSuSe 12.1 32 bit ) herbei; COMPAT und ein Original Java nach installiert und die Installation läuft problemlos durch. Im übrigen, unter Windows eine torture!

Das System läuft, wenn man ihm durch die Systemzeit das Jahr 2005 vorgauckelt. Lizenzen sind leider weder von SAP noch von IBM zu erhalten. Dadurch wird weder ein Mandant noch ein Developmentuser angelegt. Lediglich SAP* kann sich einloggen – dieser darf aber keine Entwicklung vornehmen.

Schade! Warum der Download überhaupt noch möglich ist, weiss wahrscheinlich niemand.

PDF und FAX Handling

PDF / FAX Verarbeitung

Druckaufträge in HYLAFAX verarbeiten

Systeme im Rechnungswesen produzieren Unmengen an Dokumenten die automatisch in Document Management Systemen archiviert oder weiter verarbeitet werden. Im Idealfall produziert das System Textdateien und legt sie im Dateisystem ab – hier kann je nach Belegart eine entsprechende Verarbeitung statt finden.

Ist im Anwendungsprogramm das versenden von Belegen als eMail oder FAX nicht vorgesehen, kann diese Funktionalität schnell realisiert werden. Für die Generierung von Faxen, kann zum Beispiel im Druckdokument ein Steuerzeichen angelegt werden. In meinem speziellen Fall fügte ich ein @@NUMMER ein – zu empfehlen ist grundsätzlich, einen Marker zu verwenden, der im gewöhnlichen Sprachgebrauch nicht vorkommt. Aus dem Dokument ist die Faxnummer einfach mit

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NUM=$(grep '^@@NUMMER' $x |tr -d '@NUMMER '|tr -d ')

heraus zu filtern. Grep filtert die Zeile mit dem Marker aus dem Dokument, tr(im) löscht den Marker aus der Zeile und übergibt die Faxnummer, direkt hinter dem Marker, an die Variable NUM.

Grundsätzlich könnte das Dokument jetzt an die Nummer versendet werden. Wenn aber im 21ten Jahrhundert noch solch eine antiquierte Technik verwendet wird, dann aber mit einem Logo auf dem Dokument und einer Quittung als PDF. Es ist nicht schwierig, aus der Textdatei eine PDF zu fertigen, es hängt aber von den Versionen der verschiedenen Programme ab sowie der Standardblattgröße des Systems. Das Postscript verwende ich als Zwischenformat da hier Änderung am Layout recht einfach durch einfügen einiger Steuerzeichen möglich ist:

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echo -e "\000epsf[s0.95 x-3 y0a nx ny]{logo.eps}" > fax.tmp
# Einfuegen des Logos
echo -e "\000font{Arial@6}" >> fax.tmp
# Aendern der Schriftart und Groesse
echo -e "       HylaFax Server by HALSYSTEM" >> fax.tmp
# Kopfzeile
echo -e "\000font{Courier@11}" >> fax.tmp
# Schriftart und Groesse des Dokumentes

Etwas Arbeit verursacht das einsetzen des EPS Logos. Es muss die exakte Position ermittelt und angegeben werden. In meinem Fall wird das Logo mit dem Faktor 0.95 angezeigt und um 3 Spalten nach links, in absoluter Position gesetzt. Aus der Textdatei wird mit Hilfe des Programms enscript eine Postscript Datei erzeugt.

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enscript -e -B -pfax.ps fax.pr
# aus Text wird Postscript
ps2pdf fax.ps $x.pdf
# aus Postscript wird PDF

Das PDF kann an dieser Stelle beliebig verarbeitet werden z.B. Ablage in ein DMS System oder Versandt per eMail. Da ich mit der Formulargröße stets Probleme hatte, konvertiere ich vor dem versenden zurück in Postscript mit dem Parameter „DIN A4“.

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acroread -toPostScript -size a4 fax.pdf
# PDF als DIN A4 Postscript
sendfax -T 3 -f $MAIL -n -d $NUM fax.ps
# versenden des Telefaxes

 

Wer möchte, kann kopieren und an sein System bzw. Bedürfnisse anpassen.

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#!/bin/bash
 
# FAX Handling Script
# Thomas Schilling # HALSYSTEM.de
# NEUTRASOFT / AS400
 
LISTE=*.FAX
for x in $LISTE
do
echo -e "\000epsf[s0.95 x-3 y0a nx ny]{logo.eps}" > fax.tmp
echo -e "\000font{Arial@6}" >> fax.tmp
echo -e "       HylaFax Server by HALSYSTEM" >> fax.tmp
echo -e "\000font{Courier@11}" >> fax.tmp
 
NUM=$(grep '^@@NUMMER' $x |tr -d '@NUMMER '|tr -d ' ')
if [ -z $NUM ] ; then
LISTE=/var/spool/hylafax/log/c*
for x in $LISTE; do
mv -f $x $x.doc
cp -f $x.doc /tmp/b2/Fax/Quittung/
mv -f $x.doc /home/tsp/trash/
done
else
echo -e "" >> fax.tmp
sed '1,5d' $x >> fax.tmp
cat fax.tmp|sed -e '1,$s/@@FRM 0/LOGO/g' > fax.pre
cat fax.pre|perl -p -i -e 's/LOGO/\000epsf[s0.95 x-3 y0a nx ny]{logo.eps}/g;' > fax.pr
enscript -e -B -pfax.ps fax.pr
cat fax.ps|perl -p -i -e 's/\224/oe/g;' > fax.um
cat fax.um|perl -p -i -e 's/\204/ae/g;' > fax.ps
cat fax.ps|perl -p -i -e 's/\201/ue/g;' > fax.um
cat fax.um|perl -p -i -e 's/\232/Ue/g;' > fax.ps
cat fax.ps|perl -p -i -e 's/\341/ss/g;' > fax.um
cat fax.um > fax.ps
ps2pdf fax.ps $x.pdf
cp -f $x.pdf /tmp/b2/FAX/gesendet/
cp -f $x.pdf fax.pdf
acroread -toPostScript -size a4 fax.pdf
chmod 0777 *
if [ $NUM = "00" ] ; then
cp $x.pdf /tmp/b2/PDF/
else
case "$x" in
MBA*) MAIL=mba@b1.bub;;
*) MAIL=mk@b1.bub;;
esac
sendfax -T 3 -f $MAIL -n -d $NUM fax.ps
fi
mv $x /home/tsp/trash/
fi
done
LISTE=/var/spool/hylafax/recvq/*.tif
for x in $LISTE; do
tiff2pdf -o$x.pdf $x
mv -f $x /home/tsp/trash/
cp -f $x.pdf /tmp/b2/Fax/empfangen/
mv -f $x.pdf /home/tsp/trash/
mv -f /home/vera/*.pdf /home/tsp/trash/
done

Automationstechnik in Faktura

Sehr viel Spass hatte ich an einem Projekt, in dem ich eine betriebswirtschaftliche Anwendung entwickelte, diese auch Meßwerte auslesen und Maschinen steuern

8085 Assembler
8085 Assembler

soll. Vorher hatte ich nur im Labor Kontakt mit der Steuerungsprogrammierung und das geschah seiner Zeit mit der Programmiersprache Assembler ( üblicher Prozessor war der 8085 ). Heute benutze ich Phyton, Cobol, Basic oder Pascal – Assembler, C oder Fortran ist mir zu technisch und wende ich nur für systemnahe oder zeitkritische Programme an. In dem besonderen Fall, im Zusammenspiel von Linux-Server und SPS Anlage, war C die Programmiersprache der Wahl. Ich fand mich mit der Siemens S5 SPS Anlage schnell zurecht und bediente mich der OpenSource Bibliothek LIBNODAVE.

Das Programm ist einfach zu kompilieren und funktioniert sehr zuverlässig. In meiner Anwendung, werden die Anforderungen zur Meßwerterfassung und Schaltbefehle in einer SQL Datenbank gesammelt – als chronologischen Dienst sorgt das in C geschriebene Programm für die Umsetzung. Angesteuert wird die S5 über die serielle Schnittstelle ( /dev/ttyS0 ).

Schwierig war, das in der Simatic S5, Zähler ( in dem Fall Verbrauchsmesser ) mit unterschiedlichen Faktoren eingebaut werden konnten. So hat ein

( dc = daveNewConnection(di,plcMPI,0,0); )
/* Deklarationen lasse ich hier mal weg */
Ergebnis = daveReadS5Bytes(dc, daveDB, atoi(DBNr),atoi(WasserDW), 2);

Programmierung in C
Programmierung in C

Zaehler = daveGetU16(dc);

nicht zwingend auf jeder DBNr das gleiche Zahlenverhältnis ( Verhältnisfaktor 1, 10 oder 100 zum Zähler) auch wenn die Art identisch ist. In der Programmierung musste dann auch der Typ des S5 Moduls berücksichtigt werden und das Meßergebnis durch

fZaehler = (float) Zaehler * atof(Faktor);

korrigiert werden. Unproblematisch hingegen das schreiben, also das Ein/Aus schalten von Relais, mit daveWriteS5Bytes(dc, daveDB, 4, 2, 2, &a);.

Ansichtssache – High End Administration

In den Unternehmen, gerade bei Kleinbetrieben und Mittelstand, ist im Laufe der Jahre ein falsches Bild der Computertechnologie entstanden. Oft wird nach einem Administrator, einem Netzwerkbetreuer oder ähnlichem gesucht, mit „Kenntnissen“ über Windows „Server“ – wohl in der Annahme, es handele sich bei diesen Programmen um Server- oder Netzwerksoftware die administriert werden müssen.

„Ansichtssache – High End Administration“ weiterlesen