Datei Säuberungsaktion

Eine Unart ist es, Sonderzeichen in Datei- oder Ordnernamen zu vereinbaren.

Der Grund ist mir nicht klar. User, eben.

Sonderzeichen sind häufig ein Grund für seltsame Fehler, wenn es um die
Verarbeitung von Dateien geht. Dateinamen mit Sonderzeichen oder Umlauten
lassen sich auf Anwenderebene problemlos vereinbaren – mit Einschränkungen.
Linux mag keine Komma oder Semikolon, Windows verträgt keine | im Namen.

Kurz: Vor der Verarbeitung, insbesondere Datenarchivierung, sollte das
entfernt werden.

Mittels find /dir -type f *[üÜöÖäÄß]* -exec sed.. usw. kann man alle Fehler
nach eigenem Gusto beheben.

Tipp: Einfacher, schneller und fehlerfrei ist detox. Leider nicht in jeder
Distribution enthalten. Debian ist kein Problem – RedHat verwaist auf RPM aus
Fremdquellen.

Hat jemand schönere Lösungen?

fstab: auf richtige UID/GID achten

Kleiner Tipp am Rande:

Es ist gute Sitte, beim mounten von Freigaben eine UID nebst GID zu konfigurieren. Die Distributionen halten dazu eine kleine Falle bereit: Debian und RedHat vergeben im Standard >= 1000 für GID’s und >= 1000 für UID’s.

OpenSuse (Leap) oder SLES beginnen bei der Vergabe der GID bei 100!

Versucht man dann zB. ein WebDAV Laufwerk mit der GID 1000 zu mounten, kommt es zum Fehler: getuid() –> exit_group(1) , da die Gruppe in SLES >= 100 bekommen hat.

Tipp: CEntOS 8 No URLs in mirrorlist

Kurzer Hinweis

Die Standrad Repositories für Installation und Updates müssen auf andere Quellen geändert werden. Das ist komfortabel automatisiert:

dnf –disablerepo ‚*‘ –enablerepo=extras swap centos-linux-repos centos-stream-repos

dnf distro-sync

Danach funktioniert dnf update und dnf install

Gibt es andere Lösungen? Oder habt ihr die Distribution gewechselt?

Tipp: Linphone abgehend ohne Audio

Kurzer Tipp wenn Linphone bei einem initiierten SIP Anruf kein Audio überträgt:

Ich nutze Linphone ohne Linphone Account. Es wird aber intern im Standard der STUN Server des zwangsweise konfigurierten Linphone-Account genutzt.

Findige Kollegen haben das durch Beobachtung mit Wireshark heraus gefunden:

Auch bei Anruf über den SIP Account, wird der Download-Stream über STUN.linphone.org erwartet. Nimmt man den Anruf temporär in „Hold“ und setzt wieder zurück, ist Audio in beide Richtungen verfügbar. Das Phänomen tritt nicht bei ankommenden Anrufen über den SIP Account auf!

Wenn kein Account auf Linphone.org genutzt wird, hilft der Eintrag in der /etc/hosts:

127.0.0.1        stun.linphone.org
127.0.0.1        sip.linphone.org

und alles läuft einwandfrei.

Bash: Spalte in CSV hinzufügen

Bei der Aggregation von CSV Files, die in EXCEL weiter verarbeitet werden

sollen, ist auf den Zeilenabschluss zu achten.

 

Automatisiertes hinzufügen einer SPALTE mit korrektem Zeilenabschluss:

 

sed ’s/\r/;\r/‘ datei.csv > datei_neu.csv

 

(wenn Original beibehalten werden soll)

oder mit direkter Verarbeitung:

 

sed -i  ’s/\r/;\r/‘ datei.csv

 

bash: wieistmeineip

Der Dienst, mit dem schnell die eigene IP abgelesen werden kann ist mir zu umständlich. Mittlerweile auch hoffnungslos mit Werbung überladen.

Einfacher, wenn man sich ein kleines schlankes Script schreibt. Hier (m)ein Beispiel (auch Live) :

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
#!/bin/bash
wetter=$(curl -H "Accept-Language: de" http://wttr.in/?0)
ip=$(curl ifconfig.co/ip)
ort=$(curl ifconfig.co/city)
cal=$(cal -w --color=always)
datum=$(date "+%0H Uhr und %0M Minuten")
clear
cat <<EOT
Hallo $USER
Ext IP:     $ip
Lokation:   $ort
Systemzeit: $datum
$cal
$wetter
EOT

Einfach ausprobieren, anpassen und mir eventuell eigene Ideen zukommen lassen.

Einige Feinheiten noch: Wenn die Darstellung von IPv6 nicht gewünscht ist, die Zeile so abändern –> ip=$(curl -4 ifconfig.co/ip). So ist auch mit den anderen Befehlen zu spielen, bis die Darstellung den Wünschen entspricht. Der Calendar verhält sich übrigens von Distribution zu Distribution unterschiedlich.

Die farbliche Darstellung des Wetters ist nicht immer gewünscht. Das lässt sich durch: http://wttr.in/?0?T vermeiden.

Viele Optionen sind zu entdecken. Viel Spass!