Verwendungszweck einer Banküberweisung

Kontoauszüge werden heute maschinell eingelesen und verarbeitet. Das bisherige Verfahren (DTA) sah für den Verwendungszweck eine Zeichenanzahl von 378 Zeichen vor, das wurde geändert.
„Gott sei Dank“ mag man denken. 140 Zeichen (SEPA) reichen völlig aus.

Gibt der Zahlende eine Belegnummer oder seine Kundennummer an und ist der Betrag mit den hiesigen Zahlungsbedingungen vereinbar, erfolgt alles ohne weiteres zutuen des Buchhalters.

Oft ist es aber so, das eine Zahlung nicht automatisch verbucht werden kann. Der Zahlende schreibt Grussformeln oder Freundschaftsbekundungen in den Verwendungszweck.

Auch sehr beliebt, ist das Verketten von Betrag, Datum und Belegnummern. Oft schwierig hier einen Zusammenhang zu erkennen. Viele Unternhemen geben ihrem Buchhalter vor, in solchen Fällen, die Zahlung auf den ältesten Posten zu verbuchen.

Davon ist, zumindest in pauschaler Form, abzuraten! Der Verwendungszweck stellt eine Verwendungsbestimmung des Zahlenden dar und ist für den Empfänger bindet! (vgl. § 366 BGB)

Im Zweifel gehe ich so vor, um auch nachträglichen Diskussionen aus dem Weg zu gehen, die Zahlung a Conto zu verbuchen. Es ist durchaus sinnvoll, dem Zahlenden eine Buchungsmitteilung zukommen zu lassen. Für den Fall das es zu einem Mahnverfahren kommt, müssen Forderungen, eventuelle Zahlungen und Rechnungskürzungen klar nachvollziehbar sein.