Die Zukunft ist rosig!

Wenn ich von der Digitalisierung in der Presse lese und die Realität betrachte, bin ich geradezu berauscht.

Was bedeutet eigentlich Digitalisierung? Damit ist nicht gemeint, einen Brief mit WORD zu verfassen oder die Kaffeekasse mit EXCEL zu verwalten.

Digitalisierung ist die Umsetzung von Arbeitsprozessen mit Hilfe der Digitaltechnik. Oft einhergehend mit enormer Effektivitätssteigerung und höherer Kosteneffizienz.

Darüber diskutieren heute, im 21ten Jahrhundert in Deutschland, lediglich die „Falschen“. IT Berater wird man schon mit MBA Titel, also als Betriebswirt der einen Computer einschalten kann, ohne sich die Fingernägel abzubrechen- aus Sicht eines IT’lers, also mit völliger Ahnungslosigkeit. Diese Berater sitzen dann, wohlmöglich mit Beamten und Ministern, tagelang an hochglanz gelackten Tischen, bekommen Kaffee und Cremetörtchen gereicht, und „erdenken“ sich Konstrukte die fernab der Realität und völlig am Thema vorbei sind. Liegt dann das Gewölle in Form eines „Konzeptes“ ( oft für sechs bis sieben stellige Kosten ) vor, kam bisher selten etwas Gutes dabei herum. Jüngst denken wir nur einmal über die Gesundheitsakte, dem Personalausweis, der Impfkampagne , dem eGovernment oder Zensus2022 nach. Völliges Versagen auf ganzer Linie.

Wie im Großen, geht es auch auf kommunaler Ebene. Einfaches Beispiel: Terminvereinbarung beim Einwohnermeldeamt.

Wuppertal und Bergisch Gladbach sind keine Ausnahmen – Berlin ist da negatives Aushängeschild. Die einfachste Dinge, sind schlicht nicht möglich.

Die Kollegen bei der Stadt Bergisch Gladbach kenne ich persönlich – fachlich wäre diese sehr einfache Aufgabe kein Problem. Es ist schlich die fehlende Kompetenz bei der Planung und der Wille. Papua Neuguinea oder Simbabwe machen es uns vor – da geht das.

So lange das so ist, brauchen sich Generationen von IT’lern keine Sorge machen – Arbeit ist genug da